Ganztagsschulkongress (18.03.2009): Nichts passiert von allein! Qualitätsentwicklung in Ganztagsschulen.

In Magdeburg fand am 18. März 2009 der 1. Ganztagsschulkongress Sachsen-Anhalt statt. Das Kultusministerium des Landes und die Regionalstelle der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) hatten eingeladen - ihr gemeinsames Motto: "Qualitätsentwicklung in Ganztagsschulen - Nichts passiert von allein! Bilanz - Austausch - Impulse".

 

Eine gute Ganztagsschule setzt sich aus vielen unterschiedlichen Aspekten zusammen: aus zeitgemäßen und kindgerechten Lehr- und Lernformen, aus einer pädagogisch begründeten neuen Zeitstruktur, aus der Beteiligung von Eltern, Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung des Schulalltags, aus der Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen auch mit außerschulischen Bereichen und aus einem geschickten Personal- und Ressourcenmanagement. Durch eine gemeinsam getragene Qualitätsentwicklungsarbeit in diesen Bereichen kann eine Ganztagsschule entstehen, die den Bedürfnissen aller an der Schule Beteiligten entspricht.

 

"Die Schule soll fit für das Leben und den späteren Berufsweg machen. Eine fundierte Schulbildung, praxisnahes Wissen und ein erfolgreicher Schulabschluss sind dafür unerlässlich. Die Qualität der schulischen Arbeit der Ganztagschulen wird daran gemessen, wie es ihnen gelingt, diesen Anforderungen gerecht zu werden", erklärte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer.

 

"Jeder Schüler hat seine individuellen Stärken", sagte Kultusminister Prof. Dr. Jan Hendrik Olbertz. "Gute Ganztagsschulen haben vielfältige Möglichkeiten, auf die unterschiedlichen Lernweisen und auch auf die unterschiedlichen Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Sie leisten einen hervorragenden Beitrag zur individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen und zur Stärkung der Chancengleichheit in unserem Bildungssystem."

 

So ist Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, überzeugt: "In der Stiftung erfahren wir täglich, dass Schulentwicklung eine hohe Eigenmotivation der Lehrkräfte, aber auch der Partner von Schulen erfordert. Und in dieser Haltung des ´Wollens` brauchen sie genauso Unterstützung wie beim ´Können`. Die Regionale Serviceagentur für Ganztagsschulen bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung unterstützt sie in beidem".

 

Der Kongress bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Vielzahl an Workshops und Vorträgen landes- und bundesweiter Experten. Diskussionsrunden zeigten gelungene Beispiele für Qualitätsentwicklung an Ganztagsschulen. Zusätzlich gab es eine Ausstellung, innerhalb derer 20 Ganztagsschulen aus Sachsen-Anhalt gelungene Praxis präsentierten. Insbesondere Eltern und Schulleiter waren mit diesem Kongress angesprochen sowie rund 50 Schülerinnen und Schüler, die aktiv das Kongressgeschehen mit gestalteten.
 

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