Fortbildung am 24.02.2015 in Zerbst - Wie entwickeln Schüler Handlungskompetenz? Neuropsychologische Grundlagen für die Ganztagsschule

 
„In Anbetracht der fortschreitenden Anforderungen zu immer mehr Flexibilität und Resilienz auf dem Arbeitsmarkt und der globalen Kulturvermischung wächst auch die Verantwortung der Bildungsakteure in der Praxis, die Lernprozesse zu entschulen und zu de-funktionalisieren, d.h. den Schülerinnen und Schülern eine lehrerunabhängige Lernmotivation zu entlocken (selbstbestimmtes Lernen) und neben guter Inputphasen eine lehrerunabhängige Lerninstruktion zu ermöglichen.“
 
In dem voran gestellten Zitat benennt Referentin Dr. Beata Williams, Bildungswissenschaftlerin und Psychologin, in ihrer wissenschaftlichen Abhandlung "Selbst ständig lernen: Das Gehirn kann und tut nichts lieber! Und doch brauchen wir dafür Energie und Unterstützung. Interdisziplinäre Lernforschung und Bildung" den Anlass für ihre Studien- und Forschungsuntersuchungen.
Der Lehrbeauftragte ist nicht mehr länger allein für die Vermittlung von Lehrinhalten verantwortlich, vielmehr soll dieser den Schülerinnen und Schülern Anreize liefern, um die Motivation für die Selbstregulation beim Lernen zu erhöhen. Bevor dies geschehen kann, brauchen auch Bildungsakteure Kenntnisse über die Prinzipien der Neuropsychologie, Entwicklungspsychologie sowie über verantwortliche Mechanismen, die auf die Motivation und Selbstregulation beim Lernen Einfluss nehmen.
 
Die Fortbildung „Wie entwickeln Schüler Handlungskompetenz? Neuropsychologische Grundlagen für die Ganztagsschule“, soll einen Einblick in die beschriebenen Bereiche liefern. Was wirkt motivierend auf die Schüler? Was trägt zu ihrer psychologischen Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung bei?
Diese Fragen geben der Fortbildung ihren Leitfaden vor. Die Weiterbildung legt den Schwerpunkt auf zwei Arbeitsphasen. Während in der ersten Arbeitsphase das Basiswissen über die Neuropsychologie bis hin zu der Entwicklungspsychologie und deren Bezug auf die Lernforschung im Mittelpunkt steht, legt die zweite Arbeitsphase den Fokus auf das Verständnis von Handlungskompetenzen und den Grundlagen hinsichtlich der Förderung für die Selbstregulation. Kleine Experimente und Beispiele für die alltägliche Praxis runden das Seminar ab.
 
Veranstaltungsort am 24.02.2016 ist das Gymnasium Francisceum Zerbst. Beginn ist 08.30 Uhr. Nach der Begrüßung und dem ersten Input steigen alle Teilnehmer in die erste Arbeitsphase ein. Nach Abschluss der zweiten Arbeitsphase endet die Veranstaltung um 15.00 Uhr.

Datum
24.02.15
Ort
Gymnasium Francisceum Zerbst
Weinberg 1, 39261 Zerbst
Partnerveranstaltung
Nein