Wanderausstellung mit Begleitseminar "Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg"

Eckdaten
Name des Trägers / Vereins / unser/e Ansprechpartner für SieNetzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.
Ansprechpartner: Herr Jan Renner
ZielJunge Menschen aus Magdeburg und Umgebung
wollten die Orte der nationalsozialistischen Grausamkeiten in Magdeburg benennen und den Opfern ein Gesicht geben. Deshalb haben sie in Archiven geforscht, Zeitzeug*innen befragt und Fotos gemacht. Entstanden ist daraus die Ausstellung "Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg", in der 111 Orte in Magdeburg belegt sind, an denen Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge leiden mussten. Einzelne Lager werden beispielhaft vorgestellt und ihre Rolle für die Stadt und das System des NS-Vernichtungsapparates aufgezeigt. Dabei kommen auch schmerzliche und verdrängte Wahrheiten für Teile der Magdeburger Bevölkerung an das Tageslich.

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann insbesondere von Schulen und Jugendeinrichtungen gebucht werden. Auf Wunsch begleiten wir die Ausstellung vor Ort pädagogisch.
InhaltDie planmäßige Ausbeutung sowie die Vernichtung von Menschen im Nationalsozialismus werden gemeinhin mit Betrieben wie den IG Farben oder mit bekannten Konzentrationslagern wie Auschwitz und Buchenwald verbunden. Doch fanden Zwangsarbeit und KZ-Haft überall in Deutschland statt. Insgesamt existierten über 1.200 KZ-Außenlager in der Nähe kriegswirtschaftlich bedeutender Unternehmen sowie Tausende weiterer Lager und Unterkünfte für Zwangsarbeiter/innen bei kommunalen, staatlichen und privatwirtschaftlichen Betrieben. So wurden auch in Magdeburg Menschen zur Arbeit in der Kriegswirtschaft gezwungen. Das Rüstungszentrum an der Elbe war für Tausende Zwangsarbeiter/innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge ein Synonym für unendliches Leid und Tod.

Die Ausstellung umfasst 8 Tafeln in der Größe A 0 (118 x 84 cm). Sie können problemlos mit Powerstrips an Innenwände angebracht werden. In dem Begleitseminar werden die Teilnehmenden in die Themen Nationalsozialismus, Zwangsarbeit und KZ-Haft eingeführt. Im Anschluss erfolgt eine erläuternde Führung durch die Ausstellung. Am Ende des Seminars steht eine gemeinsame Diskussionsrunde, in der Fragen beantwortet werden und ein gemeinsamer Austausch über die Bezüge der Thematik zur Gegenwart stattfindet.

TAFEL 1 nennt die Ausstellungsgestalter/innen sowie die für die Ausstellung verwendeten Quellen.
TAFEL 2 enthält allgemeine Informationen zu Zwangsarbeit in der NS-Zeit und gibt Auskunft über ihr Ausmaß in Magdeburg.
TAFEL 3 UND 4 zeigen und erläutern anhand eines Stadtplans die Orte von Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg.
TAFEL 5 konkretisiert das Thema Zwangsarbeit anhand des Lagers "Tonschacht" in Magdeburg-Westerhüsen.
TAFEL 6 berichtet über das reichsweite Netz der KZ-Außenlager und informiert über die Konzentrationslager in der Elbestadt.
TAFEL 7 beleuchtet das Thema KZ-Haft am Beispiel des Konzentrationslagers bei den Polte-Werken in Magdeburg-Stadtfeld.
TAFEL 8 geht auf die heutigen Orte der Erinnerung an Zwangsarbeit und KZ-Haft in Magdeburg ein
Geplanter Umfang der Angebote2 bis 3 stündiges Begleitseminar. Termine sind flexibel nach Absprache möglich, auch am Wochenende.
Welche Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein?Es werden Grundkenntnisse zum Nationalsozialismus und Holocaust vorausgesetzt.
KostenFür die Ausstellung erheben wir pro Woche eine Gebühr von 50 €.
Als Tagesausstellung mit zugehörigem Seminar wird die Ausstellung kostenlos angeboten.
Teilnehmerzahl und AltersgruppeFür bis zu 25 Teilnehmende ab Klasse 8 / für Jugendliche ab 14 Jahren.
Bereits bestehende Kooperation mit Schule / Internetseite / Telefonnummerkeine
AdresseNetzwerk für Demokratie und Courage Sachsen-Anhalt e.V.
c/o
Landesjugendwerk der AWO Sachsen-Anhalt e.V.
Schönebecker Straße 82-84
39104 Magdeburg
Telefon0391 - 520 93 731
0391 - 520 93 184
E-Mailsachsen-anhalt@netzwerk-courage.de
Internethttps://www.netzwerk-courage.de/web/154.html
PDF des Angebots zum Hochladen